Buch 58.1 – Alpha & Omega

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Unerhörte Worte

Cover_OrthsHeine (* 13.12.1797, † 17. 02.1856) soll über Goethes „Faust“ dereinst gesagt haben: „Ich denke auch einen zu schreiben, nicht um mit Goethe zu rivalisieren, nein, jeder Mensch sollte einen Faust schreiben“. Und mir will scheinen, Markus Orths habe mit dem Roman Alpha & Omega den seinen geschrieben.
Mehr noch als der Titel lädt der Untertitel zum Lesen ein: „Apokalypse für Anfänger”. Gleich von der ersten Zeile an! Eine skurrile Geschichte (später mehr), transportiert durch meisterliche Sprachkunst: »Das Zauberwort [für Zeitreisen] heißt: Kalladabs-Oboren.« Warum erinnern mich solche Wortphantasien immer wieder an K. Vonnegut? Aber um den soll’s ja jetzt gar nicht gehen. Weiter im Markus-„Evangelium”: »Tut mir leid. Kannst du nicht wissen. Man hat euch besten Wissens vom Wissen ferngehalten. Nur der Nichtwisser lebt sorgenfrei: Credo eurer längst verstorbenen Eltern. Kalladabs-Oboren sind die einzigen überlichtschnellen Teilchen, die man einfangen kann. (…) Dadurch, dass die Oboren nicht immer überlichtschnell…

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